UNO verlässt Provinz Herat

16. September 2004, 10:35
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Nach blutigen Unruhen - Schwere Kämpfe sorgen vor Wahlen für Instabilität

Kabul - Als Reaktion auf die blutigen Unruhen und die Plünderung von UNO-Gebäuden in Herat ziehen die Vereinten Nationen und mehrere Hilfsorganisationen ihr Personal aus der westafghanischen Provinz ab. Von den Evakuierungen seien 28 UNO-Mitarbeiter und 33 Helfer von elf in Herat ansässigen regierungsunabhängigen Organisationen betroffen, sagte eine Vertreterin der UNO-Afghanistan-Mission (UNAMA) am Montag in Kabul.

Verurteilung

EU und UNO verurteilten die Ausschreitungen scharf, bei denen am Wochenende auch zwei UN-Gebäude geplündert worden waren. Die Unruhen in Herat sowie schwere Kämpfe im Südosten des Landes drohen Afghanistan vor der Wahl in vier Wochen weiter zu destabilisieren.

Sämtliches internationales Personal und einige afghanische Mitarbeiter würden "aus offensichtlichen Sicherheitsgründen" nach Kabul evakuiert, erklärte die UNAMA-Vertreterin in der afghanischen Hauptstadt. Von den Evakuierungen betroffen seien unter anderen die Organisationen Worldvision und der Malteser-Hilfsdienst. UNHCR-Sprecher Nader Farhad sagte, die Rückführung von Flüchtlingen aus dem Iran werde aus Sicherheitsgründen weitgehend ausgesetzt. (APA)

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