Weitere Fälle von Vogelgrippe im Norden Malaysias

12. September 2004, 16:27
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An der Grenze zu Thailand

Kuala Lumpur/Schanghai - Im Norden Malaysias sind nach Behördenangaben drei neue Fälle von Vogelgrippe entdeckt worden. Die Krankheit war im Frühjahr für den Tod von mindestens 29 Menschen in Asien verantwortlich gemacht worden.

Die neuen Fälle seien im Bundesstaat Kelantan an der Grenze zu Thailand entdeckt worden, wo am vergangenen Donnerstag eine Person an der Infektionskrankheit gestorben sei, teilte die Veterinärbehörde in Kuala Lumpur mit. Seit dem vergangenen Monat wurden in dieser Region bereits zwei weitere Fälle der Krankheit gemeldet. Die Behörden hätten die genetische Variante H5 des Virus' in drei Dörfern in Hühnern und Enten gefunden. Das Geflügel in den betroffenen Orten werde getötet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnte unterdessen zu verstärkten Anstrengungen zur Bekämpfung des Virus. Die Mitgliedsländer müssten ihre Meldesysteme intensivieren und ihre Tierhaltungspraxis verbessern, bevor der tödliche H5N1-Vogelgrippe-Virus sich zu einer für Menschen ansteckenden Krankheit entwickeln könne, warnte der für die Region westlicher Pazifik verantwortliche WHO-Regionaldirektor Shigeru Omi am Samstag in Schanghai. "Glücklicherweise gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass er von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, aber wenn der Virus sich über mehrere Jahre lang ausbreiten kann, ist das Potenzial dafür vorhanden," warnte er. (APA/Reuters)

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