US-Geheimdienstmitarbeiter bekennt sich in Abu-Ghraib-Prozess schuldig

13. September 2004, 09:56
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Acht Monate Haft wegen Misshandlungen an irakischen Gefangenen - Unehrenhaft aus der Armee entlassen

Bagdad - Wegen der Misshandlung irakischer Gefangener im US-Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad ist ein US-Militärgeheimdienstbeamter zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Der 24-jährige Armin Cruz wurde nach Angaben eines Armeesprechers von einem Militärgericht zudem auf den Rang eines einfachen Rekruten zurückgestuft und unehrenhaft aus der Armee entlassen.

Cruz hatte gestanden, Soldaten angewiesen zu haben, irakische Gefangene in Handschellen nackt über den Boden kriechen zu lassen. Außerdem erklärte der 24-Jährige, er habe in Zusammenarbeit mit der Militärpolizei versucht, die Vorgänge in Abu Ghraib zu vertuschen und zu diesem Zweck Untergebene misshandelt. Als Höchststrafe hatte ihm ein Jahr Haft gedroht.

Cruz ist der zweite Soldat, der wegen des Häftlingsskandals verurteilt wird. Im Mai hatte sich Jeremy Sivits schuldig bekannt und war zu einem Jahr Haft und unehrenhafter Entlassung aus der Armee verurteilt worden. Sechs weitere US-Soldaten sind wegen der Misshandlungen in Abu Ghraib angeklagt. (APA/Reuters/AP)

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