US-Regierung beharrt auf Verbindung Al Kaida-Saddam Hussein

12. September 2004, 19:45
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9/11-Kommission und CIA stellten das Gegenteil fest

Washington - Die US-Regierung hält entgegen den Untersuchungsergebnissen zahlreicher Fachleute weiter an ihrer These fest, der frühere irakische Präsident Saddam Hussein und das Al-Kaida-Netzwerk hätten enge Verbindungen unterhalten. "Wir wissen, dass es langanhaltende Verbindungen und langanhaltende Kontakte zwischen Al Kaidaund dem Irak gegeben hat", sagte die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice am Freitag dem US-Fernsehsender NBC.

Am gefährlichsten sei der irakische Machthaber jedoch als "destabilisierende Kraft im Nahen Osten" gewesen. "Man muss keine operationelle Kontrolle über die Zusammenarbeit haben, um Terroristen zu helfen", fügte sie offenbar in Anspielung auf Saddam Hussein hinzu.

Rice sagte weiter, es sei "öffentlich bekannt", dass der als Terrorist gesuchte Abu Musab al-Zarqawi "frei in Bagdad agiert" habe. Zarqawi sei vermutlich auch für die Ermordung eines US-Regierungsberaters in Jordanien 2002 verantwortlich.

Zuletzt hatte die offizielle Untersuchungskommission zu den Anschlägen vom 11. September 2001 eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Al-Kaida-Netzwerk und dem irakischen Ex-Machthaber ausgeschlossen. Dieses Urteil teilen auch Fachleute westlicher Nachrichtendienste einschließlich des US-Auslandsgeheimdienstes CIA. Die US-Regierung maß diesen Beurteilungen bisher jedoch keine Bedeutung bei. (APA)

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