Arbeitszeitflexibilisierung: Matznetter gegen Lohnkürzung

20. September 2004, 16:40
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Bestehende Flexibilisierungen würden schon nicht ausgenützt

Wien - Klar ablehnend reagierte am Freitag der SPÖ-Budget- und Finanzsprecher Christoph Matznetter auf die Vorschläge zur Arbeitszeitflexibilisierung, wie sie von der Wirtschaftskammer Österreich erhoben wurden. Vor allem gehe es darum, die Begriffe Arbeitszeitflexibilisierung und Lohnkürzung zu trennen, meinte Matznetter in einer Pressekonferenz. "Flexibilisierung kann dort funktionieren, wo sie abgegolten wird", stellte er klar.

Ohne Not würden Diskussionen aus Deutschland importiert, meinte Matznetter. Es gebe in Österreich bereits eine Fülle von Flexibilisierungen, die aber nicht ausgenützt würden. Der SPÖ-Politiker nannte hier etwa die zulässige Höchstarbeitszeit auf dem Bau.

Man könne die Menschen, wenn man sie nicht liebe, wie Maschinen betrachten, aber auch dann müsse man ihnen Freizeit zugestehen, damit sie die erwartete Leistung brächten, schlussfolgerte Matznetter. Dies sei ähnlich wie bei einem Auto, das man auch nicht beständig auf hohen Touren fahren könne.(APA)

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