Premiere bietet ab November 2005 hochauflösendes Fernsehen an

17. September 2004, 11:16
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Preis voraussichtlich 10 bis 15 Euro pro Monat zusätzlich

Der Abonnement-Fernsehsender Premiere wird vom 1. November nächsten Jahres an auf drei Kanälen Programme im hochauflösenden Fernsehformat HDTV anbieten. Die Programme von Sport, Film und Dokumentation werden digital über ASTRA-Satellit ausgestrahlt, kündigte Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler am Donnerstagabend in Amsterdam an. Premiere strebe auch die Verbreitung seines HDTV-Paketes über Kabel an.

Neue Dimension

"Fernsehen in einer neuen Dimension", schilderte Kofler die Technik des High Definition Television (HDTV). Premiere als führender Sender seiner Art mit fast drei Millionen Abonnement-Haushalten in Deutschland und Österreich sei "der richtige Anbieter für diese Luxusversorgung", meinte er vor Beginn der Fachmesse IBC in Amsterdam. Der Preis, den die Abonnenten zusätzlich für Programme im neuen Format zahlen müssen, werde sich voraussichtlich zwischen 10 und 15 Euro im Monat bewegen, kündigte er an. Kofler schätzt das Potenzial für HDTV-Interessenten auf eine halbe Million Abonnenten.

Verfolger

Mit der Einführung der HDTV-Technik folge Deutschland als wichtigster TV-Markt Europas der Entwicklung in den USA und Japan, wo Programme in besserer Bildqualität, gestochen scharfen Bildern und satten Farben schon seit Jahren angeboten würden. Das digitale Fernsehen in Deutschland werde mit dem Premiere-Angebot sicher ein gutes Stück vorangebracht, meinte er. Großbritannien und Frankreich sollen etwa von der selben Zeit an HDTV-Programme anbieten.

Optimistisch äußerte sich Kofler über die finanzielle Entwicklung seines Senders. Für das laufende Jahr erwarte das Unternehmen ein positives Betriebsergebnis (EBITDA) in zweistelliger Millionenhöhe, berichtete er. Sein Sender habe im Hinblick auf neue Abonnenten den besten Sommer überhaupt erlebt.

41 Satelliten

Das gesamte ASTRA-Satellitensystem, über das Premiere seine Programme verbreitet, verfügt derzeit einschließlich der USA über 41 Satelliten, teilte Präsident Ferdinand Kayser von der europäischen Tochtergesellschaft SES ASTRA mit. Dazu gehöre auch noch der 1988 gestartete erste ASTRA-Satellit. Er soll allerdings in Kürze aus seiner Position genommen und durch Entsendung in das ferne Weltall außer Betrieb gesetzt werden. In diesem Jahr sei noch der Start von zwei Satelliten geplant, schilderte Kayser. (APA)

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