Zugentgleisung in Schweden: Zwei Tote - über 30 Schwerverletzte

10. September 2004, 21:16
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Sattelschlepper wollte Bahnübergang trotz sich senkender Schranke überqueren

Stockholm - Mindestens zwei Reisende sind am Freitag bei einem schweren Zugunglück am Rande der ostschwedischen Stadt Kristianstad ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Polizei war der vor allem mit Kindern und Jugendlichen voll besetzte Regionalzug mit einem Lastwagen zusammengestoßen und entgleist. Zwischen 30 und 40 Passagiere wurden mit teilweise schweren Verletzungen in das Krankenhaus von Kristianstad gebracht.

Schranke senkte sich bereits

Augenzeugen berichteten, dass der Fahrer eines mit Holz beladenen Sattelschleppers den Bahnübergang vier Kilometer nördlich von Kristianstad trotz sich schon senkender Schranke noch überqueren wollte. Durch die Wucht des Zusammenstoßes entgleisten alle drei Wagen des aus Karlskrona kommenden Regionalzugs "Kustpilen" mit insgesamt etwa 80 Reisenden. Der vordere Wagen wurde völlig zerstört und kippte auf die Seite. Auch Stunden nach dem Unglück blieb unklar, ob möglicherweise weitere Tote unter dem Wrack eingeklemmt waren.

In einer Schule in der Nähe des Unfallortes richteten die Behörden ein Krisenzentrum zur Betreuung der unverletzt gebliebenen Passagiere durch Psychologen ein.(APA)

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