Uni Frankfurt mit neuem Supercomputer

17. September 2004, 11:16
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566 64bit-Prozessoren: 1,7 TeraFlops für die Naturwissenschaft

Am Center for Scientific Computing (CSC) der Universität Frankfurt ist ein neuer Supercomputer hochgefahren worden. Der CSC-II leistet 1,7 TeraFlops und soll Forschern der naturwissenschaftlichen Fachbereiche als international wettbewerbsfähiges Arbeitsmittel zur Verfügung stehen. Die Forschungsprojekte, die auf dem CSC-Cluster bearbeitet werden, umfassen aktuelle Themenbereiche, von der Modellierung biologischer Systeme bis zu Simulationen von Prozessen in der Hochenergie-Physik.

566 64bit-Prozessoren

An 281 Rechenknoten arbeiten insgesamt 566 64bit-Prozessoren des Typs AMD Opteron. Der Hauptspeicher misst 1,1 TeraByte und kann optional bis auf 4,5 TeraByte ausgebaut werden. Der Plattenspeicher mit zentralem Raid-System fasst fünf TeraByte und weitere 17 TeraByte auf den einzelnen Rechenknoten. Die Besonderheiten des CSC-II sind zehn Spezialboxen, in denen die Rechenknoten aufgestellt sind. Die Wasser-Wärmetausch-Module in den Boxen sorgen für extreme Kühlung und erlauben daher einen Betrieb auf kleinstem Raum.

Proteinstrukturen

Mit Hilfe des CSC-II werden Forscher des Center for Biomolecular Magnetic Resonance Proteinstrukturen untersuchen. Wissenschaftler des Instituts für Theoretische Physik können die Entwicklung kosmischer Höhenschauer in der Erdatmosphäre simulieren oder die Dynamik von Ionen, bei denen Systeme erzeugt werden, die dem Zustand des Universums direkt nach dem Urknall entsprechen.

Die Modellierung komplexer Systeme mit dem CSC-Cluster wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Frankfurter-Forscher entscheidend verbessern"

"Ausgangspunkt für die Entwicklung des CSC-II war die Erkenntnis, dass für die Forschung in den Naturwissenschaften die Bewältigung komplexer numerischer Aufgaben eine zunehmend wichtigere Rolle spielt", erklärt Jürgen Bereiter-Hahn, Vizepräsident der Universität Frankfurt. "Die Modellierung komplexer Systeme mit dem CSC-Cluster wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Frankfurter-Forscher entscheidend verbessern", so Bereiter-Hahn.

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