Kunstobjekte führten zu Hafen-Evakuierung

17. September 2004, 11:25
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Tallinner Sicherheitsbeamte erkannten Installationsprojekt "100 John Smiths" als unechte Koffer, zogen aber den falschen Schluss

Tallinn - Einem peinlichen Irrtum sind die Sicherheitsverantwortlichen des Hafens der estnischen Hauptstadt Tallinn unterlegen. Wie die Tageszeitung "Eesti Päevaleht" am Freitag berichtete, wurde der Terminal A des Tallinner Hafens am Mittwochabend kurzfristig evakuiert, weil Reisende zwei verdächtige "Koffer" vor dem Hafengebäude entdeckt hatten. Wie sich nachher herausstellte, gehörten die Gepäckstücke zum Installationsprojekt "100 John Smiths", das aus hundert über die Stadt verteilten Koffern aus Beton besteht.

Die anrückenden Sicherheitskräfte "stellten fest, dass es sich um keine echten Koffer handelte und begannen mit der Evakuierung von Menschen und bereiteten den Einsatz eines Entschärfungsroboters sowie Wasserstrahlern vor", schreibt "Eesti Päevaleht". Die Ausstellung im Rahmen der 13. Tallinner Grafik-Triennale ist zwar von der Stadt genehmigt, man hatte jedoch darauf vergessen, die Hafenbehörden davon zu unterrichten. (APA)

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