Flughafen Wien investiert in bessere Gepäcksortierung

12. September 2004, 19:06
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AUA schneidet bei Gepäcksbeförderung und Pünktlichkeit im europäischen Vergleich schlecht ab

Wien - Der Flughafen Wien investiert 21 Mio. Euro in die Erweiterung seiner Gepäcksortieranlage, die bis Februar 2005 abgeschlossen sein soll. Zu den derzeit 81 Check-In-Schaltern sollen rund 10 neue kommen. Zusätzlich gibt es noch 21 Eincheck-Automaten. Damit will der Flughafen ein Kapazitätsproblem in Spitzenzeiten beseitigen. "Wenn eine Maschine mit Verspätung hereinkommt, hat der Transfer der Umsteigepassagiere Vorrang", sagte Flughafen Wien-Sprecher Hans Mayer.

AUA schneidet schlecht ab

In den monatlichen Statistiken der Vereinigung Europäischer Airlines (AEA) zählt die AUA in Sachen Gepäcksbeförderung und Pünktlichkeit zu den Nachzüglern in Europa. In den ersten sieben Monaten 2004 kamen 1,7 Prozent der AUA-Passagiere ohne Gepäck am Zielort an. Damit lag die AUA im europäischen Vergleich an schlechter 24. Stelle.

Verschwundenes Gepäck durch Fehler

Die Austrian Airlines-Gruppe (AUA) fühlt sich nur zum Teil verantwortlich für fehlgeleitetes oder verschwundenes Gepäck ihrer Passagiere. Rund ein Drittel (35 Prozent) der nicht mitkommenden Koffer gehen zu Lasten der Airline selbst - durch Fehler beim Check-In, Volumens- und Gewichtsprobleme oder selbst verursachten Verspätungen. Für mehr als jedes zweite nicht ankommende Gepäcksstück eines AUA-Fluggastes, konkret für 53 Prozent, sei aber der Flughafen Wien verantwortlich, teilte die AUA heute mit.

12 von 100 verlorenen Koffern erreichen nach Verspätungen durch Luftraumüberlastung und zu kurzer Anschlusszeiten nicht mehr rechtzeitig das richtige Flugzeug.

Verbesserung von Pünktlichkeit

Gas gibt die AUA auch bei der Verbesserung ihrer Pünktlichkeit: Die Flugverlässlichkeit und -pünktlichkeit wurde auf 99,5 Prozent gesteigert, nur 0,5 Prozent der Flüge - also jeder 200. Flug - können nicht plangemäß durchgeführt werden. Vor allem Enteisungsfahrzeuge und -geräte sollen Verspätungen im Winter seltener machen. Die Einrichtung eines "Hub Control Centers", verbesserte Flugplanung sowie drei bis vier bereitstehende Reserve-Flugzeuge sollen die Pünktlichkeit auf hohem Niveau halten zu können. (APA)

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