Striktes Vorgehen gegen Alkoholwerbung

26. September 2004, 08:32
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Bevorstehende Regelungen treffen britische Getränkeindustrie hart

In Großbritannien geht die Medienbehörde Ofcom strikt gegen Alkoholwerbung vor. Der Entwurf eines Maßnahmenkatalogs für restriktive Regelungen in diesem Bereich wird am ersten November dieses Jahres vorgelegt, so der "Media Guardian".

Massive Kritik kommt von Seiten der Getränkeindustrie, die eine Reduzierung der Alkoholwerbung um 85 Prozent befürchtet, falls ein derartiges Gesetz in Kraft tritt. Die Medienbehörde verfolgt das allgemeine Ziel, all jene Werbungen zu verbannen, die primär Jugendliche ansprechen, auch dann, wenn hier Werbung für Jugendliche über 18 Jahren erlaubt ist.

Beste Lösung

Ein Sprecher der Medienbehörde bekräftigt diese Bestrebungen als beste Lösung im Gegensatz zu einem generellen Verbot von Alkoholwerbung. Die Alkoholindustrie gibt jährlich in Großbritannien alleine für TV-Werbung rund 181 Millionen Euro aus bei Umsätzen in der Höhe von 40 Milliarden Euro.

Kritik von der britischen Advertising Association

Auch die britische Advertising Association erteilt der Getränkeindustrie Schützenhilfe und kritisiert die geplanten Änderungen der Ofcom scharf. Untersuchungen würden ergeben, dass dann nur mehr 14 Prozent aller Alkoholwerbungen gesendet werden dürfen. (pte)

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