Immer mehr Gründerinnen in Deutschland

9. September 2004, 20:57
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Studie: Mehr Frauen als Männer machen sich selbstständig

Mannheim - Immer mehr deutsche Frauen gründen ihr eigenes Unternehmen. Der Zuwachs ist prozentual gesehen fast doppelt so groß wie bei den Männern. Das geht aus einer am Donnerstag in Mannheim veröffentlichten Studie des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Essen) hervor.

Danach stieg die Zahl der selbstständigen Frauen von 1991 bis 2003 um 286.000 auf 1,06 Millionen. Während der Zuwachs bei den Frauen 37 Prozent betrug, kamen die Männer nur auf plus 19 Prozent. Insgesamt ist die Zahl der selbstständigen Männer jedoch mehr als doppelt so hoch wie die der Frauen: Nach Angaben der Autoren gibt es in Deutschland 2,67 Millionen männliche Selbstständige.

Akademikerinnen "äußerst gründungswillig"

Bei den selbstständigen Frauen sind vor allem Akademikerinnen stark vertreten, heißt es in der Studie "Gründerinnen und selbstständige Frauen". Der Zuwachs lasse sich unter anderem darauf zurückführen, dass Vertreterinnen dieser Gruppe "äußerst gründungswillig" seien.

Zu den Motiven der Frauen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sagte Mitautor René Leicht, sie könnten ihre berufliche Qualifikation als Selbstständige besser verwerten als in abhängigen Beschäftigungsverhältnissen. Zudem ermögliche die Selbstständigkeit Frauen mit Kindern eine flexiblere Arbeitsgestaltung. (APA)

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