Prêt-`a-porter für Rollstuhlfahrer

13. September 2004, 10:15
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Innsbrucker Designer entwerfen spezielle Mode für Gehbehinderte - einzigartiges Unternehmen füllt "Designerlücke"

Innsbruck/Wels - Viel ist in den vergangenen Jahren passiert, um Menschen im Rollstuhl den Alltag zu erleichtern. Ein ganz elementarer Teil wurde aber lange Zeit übersehen. Die gängige Mode von der Stange wird den Bedürfnissen von im Rollstuhl sitzenden Menschen meist nur unzureichend gerecht. Diese "Designerlücke" versucht seit geraumer Zeit die Innsbrucker Firma monotool mit Kollektionen für Rollstuhlfahrer zu füllen.

Hosen die nicht zwicken

"Das Konzept hinter unserem österreichweit einzigartigen Unternehmen ist, dass wir nicht aktuelle Mode für Rollstuhlfahrer adaptieren, sondern eine eigene, trendige und funktionelle Linie entwerfen", so Marketingchef Markus Valier. Jeder "Nicht-Rolli-Fahrer" merke, dass sich das Gewand im Sitzen verändert: "Die Hose wird kürzer, Nähte zwicken, in den Kniekehlen reibt der Stoff." Und genau hier setzt die neue Modelinie an. Aufbauend auf Erfahrungsberichten eines Rollstuhlfahrers, der fixer Bestandteil des monotool-Teams ist, kreiert man vor allem sportliche Kleidung. "Geplant ist aber demnächst auch eine elegante Abendrobe", erzählt Valier. Überzeugen kann man sich von den rollstuhlgerechten Arbeiten bei einer Modeschau auf der Fachmesse Integra von 15. bis 17. September in Wels. (mro, DER STANDARD Printausgabe 10.9.2004)

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