Christgewerkschafter fordern "wesentliche Änderungen"

9. September 2004, 19:22
2 Postings

Zustimmung im Parlament von Änderungen abhängig

Wien - Die Christgewerkschafter (FCG) machen ihre Zustimmung zum vorliegenden Regierungsentwurf zur Pensionsharmonisierung von "wesentlichen Änderungen" abhängig. Einige Maßnahmen seien "klug und notwendig", heißt es in einer Aussendung am Donnerstag. Allerdings sei das Ziel "gleiche Leistung für gleiche Beiträge" nicht erreicht worden. Kritisiert werden vor allem die Abschläge trotz 45 Jahre Beitragszeit und die fehlende Vereinheitlichung des Beitragsatzes für alle Berufsgruppen. Lobende Worte findet die Anerkennung von Ersatzzeiten.

Ziel solle sein, dass man neben einer Einsparung auch den "Vertrauensgrundsatz einer sozialen Alterssicherung" und das Prinzip der Gerechtigkeit, nämlich "gleiche Beiträge für gleiche Leistung" berücksichtige. Die Formel "80-65-45" sei gut, wird von den Christgewerkschaftern eingeräumt, allerdings sei es ungerecht, dass nach 45 Beitragsjahren noch Abschläge wegen fehlenden Alters vorkommen können. "Wer 45 Jahre eingezahlt hat, muss abschlagsfrei in Pension gehen können, eine andere Lösung ist unbillig."

Unverständnis

Auf Unverständnis stößt auch, dass Bauern und Selbstständige nach wie vor nicht den "einheitlichen" Beitragssatz von 22,8 Prozent leisten. Dies führe auch weiterhin zu Ungleichbehandlung und unnötiger Konkurrenz zwischen den Berufsgruppen. Wenn die Regierung ein einheitliches Pensionssystem anstrebt, dann müsse das auch eine Vereinheitlichung des Beitragssatzes beinhalten.

Dass Kindererziehungszeiten, Präsenz- und Zivildienst sowie die Hospizkarenz "deutlich honoriert" werden, bezeichnen die Christgewerkschafter als eine "familienpolitisch wichtige und richtige Maßnahme". Endlich werde auch Elternarbeit pensionsrechtlich berücksichtigt. (APA)

Share if you care.