Kleine Sehnsüchte und große Liebe

15. Dezember 2004, 18:23
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"Junge Leute brauchen Liebe": so die Grundidee der neuen, leicht märchenhaften österreichischen Teeniekomödie "Auf Wolke 7" von Michael Grimm

Von zwei merkwürdigen Wolken verfolgt fühlt sich Uwe (Stefano Bernadin), liebenswerter Möchtegern-Popstar und gleichzeitig Hauptakteur, der glaubt, in Elke (Esther Pitsch), dem dummen Blondchen, seine Traumfrau gefunden zu haben. Diese ist jedoch fest mit dem geistesarmen Toni (Georg Friedrich) verbandelt.

Tollpatschig stolpert auch Kevin (Michael Pascher), Uwes bester Freund und Elkes Bruder, durchs Leben, der immer wieder seine Unverwüstlichkeit zu demonstrieren versucht, um die kratzbürstige Außenseiterin Tamara (Angelika Niedetzky) zu erobern.

Nach einigen überstandenen Irrtümern finden alle Liebeshungrigen erwartungsgemäß ihr passendes Gegenstück, so auch Uwe, der in Uschi (Barbara Kaudelka) und sich endlich die zusammengehörigen Wolken erkennt.

Der Hauptdarsteller, der durch seine Verwandlungsfähigkeit überzeugt, führt die Zuseher mit steten Off-Kommentaren durch die idyllische Berge- und Seenlandschaft, die im Kontrast zu den etwas hysterischen Hauptcharakteren steht und als Hintergrund für die Handlung dient.

Teilweise entwickelt die übertriebene und überspitzte Darstellung der Hauptfiguren einen sonderbaren Charme, der leider nur in wenigen Filmminuten durch seine Absurdität glänzt.

Michael Grimm greift bei dieser Komödie das altbekannte Boy-meets-girl-Thema auf, bei dem von Anfang an klar ist, wer gemeinsam auf Wolke sieben schweben wird.

Auf Wolke 7 spiegelt eine unkomplizierte Teeniekomödie, passend zum Sommerausklang, wider. Anspruchsvolle Kinobesucher und Liebhaber des typisch österreichischen Films werden sich für diesen nicht gerade sehr anspruchsvollen Film jedoch nur mäßig begeistern können. (Katharina Gebetsberger, Carina Weiser, Susi Winkler/DER STANDARD-Printausgabe 7.9.3004)

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