TV-Fußball: Premiere-Chef Kofler kritisiert Küniglberg

10. September 2004, 13:26
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"Legt es auf Streit an" - Hoffnung auf BKS-Bescheid mit "wesentlichen Elementen des Vergleichsangebots"

Georg Kofler, Chef des Pay-TV-Senders Premiere, ist wieder einmal nicht gut auf den ORF zu sprechen. Grund ist die ablehnende Haltung des Öffentlich-Rechtlichen gegenüber den Vorschlägen des Bundeskommunikationssenats (BKS) zur Fußball-Kurzberichterstattung. "Der ORF legt es auf Streit an", polterte Kofler am Donnerstag im Gespräch mit der APA. "Ich hoffe nun auf einen Bescheid des Senats, der die wesentlichen Elemente des Vergleichsangebots enthält."

Mit dem jüngsten Kompromissvorschlag des BKS war nämlich Premiere, das seit dieser Saison die Bundesliga-TV-Rechte besitzt, einverstanden. Demnach hätte der ORF in seinen Sport-News nach der "Zeit im Bild 1" insgesamt 90 Sekunden über maximal drei Spiele berichten dürfen. Der ORF lehnte dies ab, da er die "seriöse Möglichkeit einer Kurzberichterstattung" nicht gegeben sah. Für Kofler treibt der "schmollende Alt-Monopolist" damit ein "absurdes Schauspiel" mit dem Senat. Dabei habe sich der "wirklich Mühe gegeben", zollte der Premiere-Chef den Senatoren Lob.

Mit der Entwicklung der Fußball-Bundesliga bei Premiere sei er hochzufrieden, versicherte Kofler: "Das Produkt österreichischer Fußball wird besser, und sie spielen auch schon besser." Dass sich Sponsoren wegen geringerer TV-Reichweiten bereits unbehaglich fühlen, wies er zurück. Einen entsprechenden Bericht gab es unlängst im ORF-Wirtschaftsmagazin "eco", was Kofler "sehr durchsichtig" findet. (APA)

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