Club Mediterranee mit Umsatzplus

21. September 2004, 14:30
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Einbußen in Europa - Schlechtes Wetter und Trend zu Billigangeboten drücken auf Europa-Umsätze

Paris - Frankreichs zweitgrößter Reiseveranstalter Club Mediterranee hat trotz eines bisher schwachen Reisesommers seinen Umsatz im dritten Quartal gesteigert. Die Einnahmen hätten sich von Mai bis Juli zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 396 Mo. Euro erhöht, teilte Club Med am Donnerstag in Paris mit. Allerdings lägen die Buchungseingänge für die noch bis Ende Oktober dauernde Sommersaison derzeit nur 0,6 Prozent über dem bereits schwachen Vorjahr.

Im Mai hatte Club Med noch ein Buchungplus von 2,4 Prozent vermeldet. Das Unternehmen machte für die aktuell schwache Nachfrage nach Cluburlaub in Europa das schlechte Wetter in Südeuropa und den Trend zu Billigangeboten verantwortlich.

"Der Schwäche auf dem Reisemarkt in Europa in diesem Sommer steht im Kontrast zu einem starken wirtschaftlichen Aufschwung in Amerika und Asien", teilte Club Med mit. Während in Europa die Zahl der Buchungen fast vier Prozent im Minus lägen, habe man in Amerika fast 18 Prozent und in Asien gut 25 Prozent mehr Reservierungen als im Vorjahr, allerdings auf einer deutlich niedrigeren Ausgangsbasis als in Europa, dem Kernmarkt des Cluburlaub-Anbieters.

Club Med war wie viele andere Reiseveranstalter auch in den vergangenen beiden Jahren infolge der allgemeinen Urlaubsflaute in die Krise geraten. Allerdings wurde sie nach Einschätzung von Branchenexperten bei Club Med durch die teilweise veralteten Clubanlagen verschärft. Mit dem Einstieg des französischen Hotelkonzerns Accor, der im Juni knapp 30 Prozent der Anteile kaufte, erhofft sich Club Med wieder mehr Spielraum für die notwendigen Investitionen sowie einen besseren Vertrieb.(APA/Reuters)

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