Alkoholtest: Sogar Getränkeart ist nachweisbar

15. September 2004, 09:18
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Verräterische Spuren im Urin geben Alkoholmenge und Zeitpunkt des letzten Konsums bekannt

Wien - "Herr Inspektor, ein Glaserl Bier zum Gulasch war's, mehr nicht, ich schwör's" - solche und ähnliche Sprüche können sich Autofahrer möglicherweise schon bald sparen. Deutsche Forscher der Uni zu Köln nämlich haben eine Methode entwickelt, mit der an Hand von Urinproben nicht nur der genaue Zeitpunkt des letzten Alkoholkonsums sondern auch die Getränkesorte genau festgestellt werden kann.

Andreas Bank vom Institut für Rechtmedizin machte sich bei seinen Experimenten den Umstand zu nutzte, dass viele alkoholische Getränke nicht nur den so genannten Genussalkohol - chemisch: Äthanol - enthalten, sondern auch eine Vielzahl Begleitalkoholen. Diese sind nicht zuletzt für den typischen Geschmack etwa einer Weinsorte verantwortlich. Wein enthält auch die größte Menge solcher Begleitalkohole, deutlich weniger ist im Bier und kaum etwas davon etwa in Wodka.

Spuren im Urin

Im Urin hinterlassen Äthanol und seine chemischen Vettern ganz typische Abbauprodukte, die von den Gerichtsmedizinern bei praktischen Experimenten genau analysiert wurden. Studenten mussten - natürlich freiwillig - verschiedene Mengen Wodka mit Orangensaft, Bier oder Weißwein trinken. In regelmäßigen Abständen gaben sie dabei Urinproben ab, die dann sofort ins Labor wanderten. Da vor allem die Abbauprodukte der Alkohole relativ kurz nachweisbar sind, lässt sich so auch der genaue Zeitpunkt des letzten Alkoholkonsums feststellen. (APA)

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    Mit neuen Methoden zur Alkoholüberprüfung, kann durch Urinproben nicht nur der genaue Zeitpunkt des letzten Alkoholkonsums sondern auch die Getränkesorte genau festgestellt werden.

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