ÖIAG zieht bei Kapitalerhöhung mit

19. September 2004, 19:11
posten

"Können damit neuen Regierungsauftrag besser erfüllen"

Wien - Die Staatsholding ÖIAG will trotz dem endgültigen Rückzug von Siemens bei einer Kapitalerhöhung der VA Tech mitgehen. "Wir planen weiterhin, bei einer Kapitalaufstockung mitzuziehen", sagte ÖIAG-Sprecherin Anita Bauer am Donnerstag zur APA. Die ÖIAG glaube damit, denen neuen Regierungsauftrag besser erfüllen zu können.

Der Ministerrat hatte am Dienstag beschlossen, dass für die VA Tech österreichische Kernaktionärsstrukturen geschaffen und damit die österreichischen Interessen in puncto Arbeitsplätze und Entwicklungszentren gewahrt werden sollen. Um diese Ziele zu erreichen hat der Ministerrat der ÖIAG ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt, bei der Kapitalerhöhung mitzuziehen.

Widerspruch zu Grasser

Die heutige Stellungnahme der ÖIAG steht dennoch im Widerspruch zu Aussagen von Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Dieser hatte am Dienstag vor Medien erklärt, dass bei einem Rückzug des Siemens-Konzerns ein Mitziehen der ÖIAG bei einer VA Tech-Kapitalerhöhung nicht notwendig wäre.

Dass die ÖIAG, die derzeit noch 15 Prozent an der VA Tech hält, bei der Kapitalerhöhung nun doch mitgehen will, werten Beobachter als Kampfansage gegen VA Tech-Großaktionär Mirko Kovats.

Kovats, mit 12,6 Prozent an der VA Tech beteiligt, hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach Bedenken gegen einen solchen Schritt der ÖIAG geäußert - nicht zuletzt deshalb, um die Staatsholding weiter aus der VA Tech zu drängen. Dennoch hat Kovats erklärt, in der Hauptversammlung der VA Tech am 21. September der Kapitalerhöhung "selbstverständlich" zustimmen zu wollen. (APA)

Share if you care.