Jakarta : Todesstrafe für Abholzung gefordert

12. September 2004, 20:10
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Rasante Vernichtung der Wälder auf Inselparadies Sumatra - korrupte Geschäftemacher nutzen große Nachfrage für Tropenholz

Jakarta - Der illegale Holzeinschlag hat in Indonesien ein solches Ausmaß angenommen, dass die Flachlandwälder auf der Insel Sumatra schon im kommenden Jahr verschwunden sein könnten. In jeder Minute werde Wald auf der Fläche von sechs Fußballfeldern illegal abgeholzt, berichteten Umweltschützer auf einer vom indonesischen Außenministerium organisierten Konferenz.

Hinter dieser rasanten Vernichtung der Wälder stünden auf der einen Seite eine große Nachfrage vor allem aus dem Westen nach Holz - zum Beispiel für Gartenmöbel - und korrupte Behörden und schwache Polizeikräfte auf der anderen Seite, hieß es auf der Konferenz.

Todesstrafe

Das Forstministerium hatte zu Beginn des Jahres schon ein Gesetz vorgeschlagen, dass die Todesstrafe für illegalen Holzeinschlag, schnellere Gerichtsverfahren und die Beschlagnahme der benutzten Geräte vorsah. Staatspräsidentin Megawati Sukarnoputri wollte dieses Gesetz aber nicht vor der Präsidentenstichwahl am 20. September unterzeichnen, wie Forstminister Muhammad Prakosa mitteilte. (APA)

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    Das Inselparadies Sumatra bangt um Tier und Pflanzenwelt

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