Großstudie belegt Jo-Jo-Effekt von Diäten

14. September 2004, 12:33
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... und oft folgt ein dickes Ende - insgesamt 4.000 Teilnehmer befragt

London - Diäten schaden oft mehr als sie nutzen. Das hat eine Studie der Britischen Ernährungsgesellschaft bestätigt. Ein Drittel aller Menschen, die versuchen abzunehmen, ist bald darauf sogar dicker als zuvor. Wie der britische Rundfunksender BBC am Mittwoch berichtete, wurden für die Studie 4.000 Menschen befragt.

Auf und ab und auf ...

25 Prozent davon gaben an, sie versuchten eigentlich ständig abzunehmen. Doch nur wenige erreichen je das von ihnen angestrebte Gewicht. Dazu kommt, dass das alte Gewicht nach der Diät meist schnell wieder erreicht und oft eben sogar überschritten wird: der gefürchtete Jo-Jo-Effekt.

Frauen nehmen demnach besonders oft nach einer Diät wieder stark zu: 40 Prozent - im Vergleich zu 20 Prozent bei den Männern. "Viele Diäten haben rigorose Essenspläne. Irgendwann haben die Leute davon die Nase voll und gönnen sich einige Leckerbissen. Und da sie oft keine Sportübungen in ihre Diätpläne einbeziehen, legen sie an Gewicht zu", erklärte eine Sprecherin der Gesellschaft.

Wie wär's mal mit Abwechslung?

Einen effektiven Weg zum Abnehmen wollen dagegen einige Psychologen gefunden haben. Sie rieten am Mittwoch bei der Jahreskonferenz der Britischen Psychologischen Gesellschaft, einfach mal seine Gewohnheiten zu ändern und täglich etwas anderes zu unternehmen. Dadurch esse man automatisch weniger und bewege sich mehr. In einer Studie hätten 55 Teilnehmer mit dieser Methode durchschnittlich fünf Kilo abgenommen. "Dieser Erfolg bietet eine interessante Alternative für Leute, die glauben, dass Diäten nicht wirken", sagte Prof. Ben Fletcher von der Universität Hertfordshire.(APA/dpa)

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