Zwei Brüder und viele Pillen für den Mann

13. September 2004, 16:11
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Football: Das Ei endet diesmal in Jacksonville

New York - Mit dem Kickoff im Gillette Stadion von Foxboro vor den Toren von Boston beginnt die 39. Saison der nordamerikanischen National Football League (NFL). Die so genannte "fünfte Jahreszeit" mit der "Pille für den Mann". Die Stadien sind ausverkauft, und die Liga bedient den Hype am Eröffnungstag mit einer gigantischen Show rund um die Partie zwischen Titelverteidiger New England Patriots und den Indianapolis Colts (Freitag, 3 Uhr/live Premiere), die landesweit im Fernsehen ausgestrahlt wird. Allerdings mit leichter Verzögerung: Nach dem "Nippelgate" um den entblößten Busen von Sängerin Janet Jackson beim letzten Super Bowl wollen sich die prüden Amerikaner keinen weiteren Skandal leisten.

Am Sonntag starten weitere 28 Teams in die Saison, bevor im "Mondaynight Game" die Carolina Panthers und die Green Bay Packers den Auftakt beschließen. Das große Ziel heißt Jacksonville in Florida, wo am 6. Februar die 39. Super Bowl ausgetragen wird. Vorjahressieger New England mit Super-Quarterback Tom Brady gilt bei den Experten als heißester Kandidat auf den erneuten Titelgewinn, aber auch die Denver Broncos und die Kansas City Chiefs werden hoch gehandelt.

Mit dabei ist in diesem Jahr erstmals in der NFL-Geschichte auch ein Deutscher. Abwehrspieler Constantin Ritzmann hat alle vier Entlassungswellen überstanden und steht im Kader der Buffalo Bills. Superstars sind natürlich ganz andere. Allen voran die beiden Mannings, die nach Michael und Ralf Schumacher das reichste Sport-Brüderpaar der Welt sind. 163 Millionen Dollar kassieren die Quarterbacks Peyton und Eli Manning in den nächsten Jahren gemeinsam. Die Schumis verdienen rund 100 Millionen Euro pro Saison.

Peyton, der im Vorjahr zum "wertvollsten Spieler" gewählt wurde, kassiert bei den Colts für sieben Jahre ein Gehalt von 63,5 Millionen Dollar, 34,5 Millionen überwies ihm das Team für die Unterschrift. Der 27-Jährige, der gleich im direkten Duell der Super-Spielmacher auf Brady trifft, hat sein großes Können in der NFL schon bewiesen. Ganz anders als sein Bruder.

Eli absolvierte an der "Ole Miss"-Universität zwar eine überragende Collegekarriere, im Profibereich aber hat er noch nichts gezeigt. Dennoch schütten ihn die New York Giants mit 45 Millionen Dollar plus 20 Millionen "Signing Bonus" für sechs Jahre zu. Eine gewagte Investition, zum Starter hat es der Jungspund nicht geschafft. Veteran Kurt Warner wirft in New York zunächst die Pässe. (DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 9. September 2004)

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