"Michael noch nicht Weltmeister"

21. September 2004, 12:19
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Bernie Ecclestone verbietet Michael Schumacher, seine Sieben-Titel-Mütze schon in Monza zu tragen

Monza - Seine neue Kappe mit den sieben Sternen für die sieben WM-Titel darf Formel-1-Dominator Michael Schumacher im Fahrerlager von Monza auf Befehl von Bernie Ecclestone nicht tragen. Trotzdem blickt der Rekord-Weltmeister voller Vorfreude auf das 15. Saison-Rennen am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/live ORF 1, RTL und Premiere) in Monza.

Musikalische Hommage

"Etwas Besseres als das, was uns dieses Wochenende erwartet, kann es doch fast nicht geben: der Große Preis von Italien steht an, unser Heimrennen, und wir haben beide WM-Titel schon in der Tasche. Da kann es eigentlich nur noch um eines gehen, nämlich eine große rote Party", meinte der Ferrari-Superstar, dem die deutsche Rockband Scorpions und Tenor Michael Kleitman mit der Queen-Cover-Version "You are the champion" (Sony Music/Veröffentlichung am Montag) eine musikalische Hommage widmen.

Formel-1-Chef Ecclestone gefällt sich indes in der Rolle des Spielverderbers. "Für mich ist Michael noch nicht Weltmeister. Das ist er erst, wenn er am Saisonende von der FIA dazu ernannt wird", sagte der Brite der "Sport Bild" und verbot nach Angaben des Magazins "Schumi" das Tragen des neuen WM-Kapperls in seinem Herrschaftsbereich.

Punkteabzüge noch immer möglich

Vor dem Grand Prix von Italien erinnerte "Big Bernie" an die Saison 1997, als der Meisterpilot nach einer unfairen Attacke gegen den Kanadier Jacques Villeneuve nicht nur den WM-Titel, sondern auch alle WM-Punkte verlor. "Theoretisch kann die FIA Michael Schumacher wie auch jedem anderen Team und Fahrer noch wegen Vorfällen Punkte abziehen oder ganz disqualifizieren", betonte Ecclestone.

Unterdessen hat Schumacher seinen schlimmen Unfall nach einem Reifenschaden bei Tempo 345 km/h auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza verdrängt. "Dass ich beim Testen dort in der vergangenen Woche diesen Unfall hatte, ist für mich komplett abgehakt. Denn Rennsport bringt nun mal Gefahren mit sich, die sind aber zum Glück nicht immer kritisch", erklärte der Ferrari-Pilot auf seiner Homepage (www.Michael-Schumacher.de).

Ralf noch immer zum Zusehen verdammt

Während sein Bruder Ralf im Williams-BMW nach seinem Horror-Crash in Indianapolis am 20. Juni aus versicherungsrechtlichen Gründen noch pausieren muss, ist Vizeweltmeister Kimi Räikkönen im Silberpfeil nach seinem Sieg in Spa-Francorchamps auf den Geschmack gekommen. "Michael ist nicht unschlagbar, aber um vor seinem Ferrari zu landen, brauche ich einen Super-McLaren." Zu gerne würde der Finne Michael Schumacher die Feier verderben.

Hinter Schumacher (128 Punkte) geht es um die Plätze. Im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft hat sein brasilianischer Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello (88) die besten Karten. Lediglich der Engländer Jenson Button (BAR-Honda/65) kann "Rubinho" noch abfangen. Im Kampf um Platz zwei in der Marken-WM hinter Ferrari (216) wird es zu einem Duell zwischen Renault (91) und BAR-Honda (83) kommen. BMW-Williams (54) und McLaren-Mercedes (49) haben wohl schon einen zu großen Rückstand. (APA/dpa)

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    Das Streitobjekt.

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