Bundesliga-Berichte: ORF lehnt wieder ab

10. September 2004, 13:25
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"Seriöse Möglichkeit einer Kurzberichterstattung ist durch den nun vorliegenden Vorschlag des BKS nicht gegeben", so der ORF

Drei Varianten schlug der Bundeskommunikationssenat vor, wie der ORF über Spiele der Bundesliga berichten darf, seit Premiere und ATV+ die Senderechte besitzen. Die erste ging den Privaten zu weit, die zweite und nun auch die dritte gerieten der Anstalt zu kurz.

Die entscheidende Frage im Streit um Sekunden: Wie lange Szenen darf der ORF in oder direkt nach der "ZiB 1" zeigen, wenn ATV+ seine Fußballshow "Volltreffer" erst um 22 Uhr ausstrahlen kann und dafür mehr als zwei Millionen Euro zahlt? Erste Vorgabe des Senates: höchstens 60 Sekunden pro Spiel schon vor 20 Uhr. Dann 45 Sekunden von zwei Spielen, erst nach 22 Uhr mehr. Und nun 90 Sekunden von höchstens drei Spielen vor dem Hauptabend.

"Die seriöse Möglichkeit einer Kurzberichterstattung über die Spiele der Fußball-Bundesliga und der Ersten Liga ist durch den nun vorliegenden Vorschlag des Bundeskommunikationssenats nicht gegeben", ließ die Anstalt Mittwoch verlauten.

Ihr Anwalt versuchte noch, direkt mit den Privatsendern und ohne den Senat 140 Sekunden herauszuverhandeln, hieß es Mittwoch auf dem Küniglberg. Doch Senatsvorsitzender Ekkehard Schalich teilte schon mit, dass das Gremium dazu demnächst einen Bescheid erlassen werde.

ATV+ war wie berichtet mit den 90 Sekunden einverstanden, "Premiere" schloss sich an. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2004)

  • Wie lange Szenen darf der ORF in oder direkt nach der "ZiB 1" zeigen, wenn ATV+ "Volltreffer", im Bild Moderator Max Schmiedl, erst um 22 Uhr ausstrahlen kann.
    foto: atvplus

    Wie lange Szenen darf der ORF in oder direkt nach der "ZiB 1" zeigen, wenn ATV+ "Volltreffer", im Bild Moderator Max Schmiedl, erst um 22 Uhr ausstrahlen kann.

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