Selbst Extremisten fordern Freilassung französischer Geiseln

9. September 2004, 11:30
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Zeitung: Französische Geiseln sitzen in El Mahmudiya fest - "Ansar El Zawahri" bekennt sich zu Entführung der Italienerinnen

Bagdad/Kairo - Die Entführer der beiden Franzosen im Irak werden nun offensichtlich auch von anderen Extremisten unter Druck gesetzt. Eine militante Islamistengruppe im Irak forderte die Entführer per Videobotschaft auf, die Franzosen in die Freiheit zu entlassen. "Wir von den Kaakaa-Brigaden der Geheimen Islamischen Armee bitten unsere Brüder von der Islamischen Armee im Irak, die zwei französischen Journalisten freizulassen", heißt es in dem Video, das der Nachrichtensender El Arabiya am Mittwoch ausstrahlte. Darauf sind bewaffnete maskierte Männer zu sehen.

Die irakische Zeitung "Al-Sabah Al-Jadid" berichtete, Georges Malbrunot und Christian Chesnot würden von ihren Entführern zusammen mit einem iranischen Diplomaten in der Kleinstadt El Mahmudiya südlich von Bagdad festgehalten. Auch zu der Entführung des iranischen Konsuls hatte sich die "Islamische Armee im Irak" bekannt. Damit sieht es so aus, als befänden sich die Franzosen immer noch in den Händen ihrer ursprünglichen Entführer und nicht bei einer anderen Gruppe, die ihre Freilassung vorbereitet, wie noch vor einigen Tagen vermutet worden war.

Französische Geiseln sitzen in El Mahmudiya fest

Die beiden im Irak entführten französischen Journalisten sollen nach Informationen der irakischen Zeitung "Al-Sabah Al-Jadid" zusammen mit einem iranischen Diplomaten in der Kleinstadt El Mahmudiya festgehalten werden. Die Zeitung berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Augenzeugen, die Journalisten Georges Malbrunot und Christian Chesnot würden zusammen mit dem vor einem Monat entführten Konsul Fereidun Jahani in einem abseits gelegenen Gebäude festgehalten. (APA/dpa)

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