"Mini-Blackout" nach Unfall mit Hochspannungsleitung

8. September 2004, 18:40
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Bagger beschädigte 20.000 Volt-Leitung - 2.000 Haushalte kurzfristig ohne Strom - A21 teilweise gesperrt

Wien - Ein "Mini-Blackout" und eine Autobahnsperre waren die Folge eines Unfalls mit einer Hochspannungsleitung in Niederösterreich: Bei der Wiener Außenringautobahn (A21) war bei Hochstraß am Nachmittag ein 20.000 Volt-Kabel herabgestürzt, nachdem ein Bagger den Masten beschädigt hatte. Etwa 2.000 Haushalte waren kurzfristig ohne Strom. Die A21 wurde in Richtung Südautobahn fast zwei Stunden lang gesperrt. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Vom Stromausfall waren vor allem Haushalte im Raum Hochstraß betroffen, sagte Stefan Zach vom niederösterreichischen Energieversorger EVN zur APA. Der Großteil war kurz nach dem Unfall wieder am Netz, rund 400 Anschlüsse waren am Dienstagnachmittag weiterhin von der Stromzufuhr abgeschnitten. Das beschädigte Kabel führte vom Umspannwerk zu einer Trafostation, von wo aus werden die einzelnen Haushalte gespeist werden.

Fahrtrichtung gesperrt

Eine Fahrtrichtung der Wiener Außenringautobahn (A21) musste wegen der Panne gesperrt werden. Wie Sprecher Harald Dirnbacher zur APA sagte, wurde der Verkehr zur Südautobahn über Wien umgeleitet, in Richtung Westautobahn (A1) war der Weg frei passierbar. Gegen 15.40 Uhr war der Autobahnabschnitt wieder befahrbar, sagte er.

Verletzte gab es laut EVN keine, wie Sprecher Zach versicherte: "Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen. Für die Arbeiter dort war das sicher eine gefährliche Situation." Auf der A21 fahrende Personen seien nicht in Gefahr gewesen.

Die beschädigte Leitung sollte im Laufe des Tages noch provisorisch repariert werden, wofür eine erneute Sperre der Autobahn nötig werde, sagte Zach. Eine endgültige Instandsetzung dürfte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.(APA)

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