Stark angefangen, stark nachgelassen

10. September 2004, 21:41
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US-Kinosommer endet flau - "Hero" hielt sich an der Spitze

New York - Das Wetter hat Hollywood zum offiziellen Ausklang des US-Sommers einen Streich gespielt. Hurrikan "Frances" und reichlich Sonnenschein in anderen Regionen Amerikas sorgten für ein ungewöhnlich schwaches Ergebnis am langen Labor-Day-Wochenende. Das Martial-Arts-Epos "Hero" mit chinesischen Untertiteln hielt sich nach Studioangaben vom Dienstag weiter an der Spitze, spielte an den vier Tagen vom Freitag bis Montagabend aber nur noch 11,5 Millionen Dollar (rund 9,5 Millionen Euro) in die Kinokassen der USA und Kanadas.

Mit dem Gesamtergebnis des Sommers ist Hollywood dennoch überaus zufrieden. Vor allem dank der erhöhten Eintrittspreise konnte die amerikanische Filmindustrie ihre Einnahmen um rund drei Prozent auf nahezu vier Milliarden Dollar (3,32 Milliarden Euro) anheben.

Newcomer auf die Plätze verwiesen

Für Überraschung sorgte, dass alle vier neuen Filme des Wochenendes hinter Chinas Import zurückblieben. Mel Gibsons jüngstes Leinwandprodukt, der Film "Paparazzi" über die ungeliebten Promi-Fotografen, kam auf ein Premierenergebnis von gerade mal 7,8 Millionen Dollar und Platz vier der Kinocharts.

Der romantische Thriller "Wicker Park" landete auf Platz sechs, während die Verfilmung von "Vanity Fair", einem Gesellschaftsroman aus dem 19. Jahrhundert mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle, nur um Haaresbreite den achten Rang erobern konnte. Ihr folgt die neue HipHop-Komödie "The Cookout" mit Queen Latifah, Ja Rule und Danny Glover, in der Hollywood-Newcomer Quran Pender als Basketballstar eine Grillparty für alle Nachbarn in seinem Stadtviertel schmeißt. (APA/dpa)

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