Kovats: Börsianer werden Regierungskurs wohl abstrafen

21. September 2004, 14:06
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Kritik an Änderung der Privatisierungspolitik: Staatseinfluss wäre "weiter signifikant" - Kovats bleibt dabei: Stimme Kapitalerhöhung selbstverständlich zu

Wien - Der österreichische Unternehmer Mirko Kovats, über seine Beteiligungsfirma "Victory" mit 12,6 Prozent zweitgrößter Aktionär der VA Tech nach der Staatsholding ÖIAG, bleibt trotz der laufenden Übernahmegespräche mit Siemens bei seinen bisherigen Ankündigungen, die geplante Kapitalerhöhung des Linzer Technologiekonzerns bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 21. September zu befürworten. "Selbstverständlich wird die Victory für die Kapitalerhöhung stimmen", so Kovats am Dienstag in einem schriftlichen Statement an die APA.

Zweiter Anlauf

In genau zwei Wochen soll bei der VA Tech der zweite Anlauf für die von der Kovats-Gruppe zunächst befürwortete und dann im Frühjahr in einer Hauptversammlung spektakulär zu Fall gebrachte Kapitalerhöhung genommen werden.

Kritische Worte kamen von Kovats heute zu den aktuellen Plänen der Regierung, die Privatisierungspolitik in Sachen VA Tech abzuändern: "Die geplante Vorgehensweise der Bundesregierung bzw. der ÖIAG (ein Mitziehen der ÖIAG bei der Kapitalerhöhung und damit auch weiterhin ein signifikanter Staatseinfluss in der VA Tech) birgt das große Risiko in sich, dass sie auf den internationalen Kapitalmärkten auf Unverständnis stoßen wird und von den internationalen Investoren daher nicht positiv aufgenommen wird."

"Langfristiges Investment"

Erneut betonte Kovats: "Das Investment in die VA Tech ist ein langfristiges." Medienberichte, wonach seine Industriegruppe regelmäßig nur auf schnelle Spekulationsgewinne aus sei, wies Kovats zurück. Bis dato sei seine Unternehmensgruppe - zusammengefasst in der A-TEC Industries - ausschließlich vergrößert worden und "noch niemals wurde ein Unternehmen verkauft oder filetiert". (APA)

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