Glattrasierte Diebe

8. September 2004, 09:20
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Studie: Am häufigsten werden im Handel weltweit die Rasierklingen gestohlen - Österreich schneidet beim Warenschwund am zweitbesten ab

Heppenheim - Weltweit werden in Geschäften am häufigsten Rasierklingen gestohlen. Sie bleiben bei den Dieben weiterhin die Nummer 1 gefolgt von Digital-Kameras, DVDs, Kosmetika und Mobiltelefonen. Zu diesem Ergebnis kommt das "4. Europäische Einzelhandels-Diebstahlbarometer", das am Dienstag im südhessischen Heppenheim vorgestellt wurde. Demzufolge liegt Österreich in einer Statistik zum Warenschwund an zweiter Stelle - noch weniger verschwindet nur in der Schweiz.

In den Geschäften im deutschsprachigen Raum und im Baltikum wird im Vergleich zu anderen europäischen Ländern am wenigsten gestohlen. Am ehrlichsten sind die Schweizer mit einem Warenschwund über das Jahr von 0,89 Prozent vor Österreich mit 0,97 Prozent. Dann folgen die baltischen Staaten mit 1,05 Prozent vor Deutschland mit einem Schwund von 1,16 Prozent.

Diebische Briten

Am meisten Ware verschwindet aus den Regalen britischer Geschäfte. Dort beklagen die Kaufleute Inventurverluste in Höhe von 1,59 Prozent des Umsatzes. Ähnlich geht es den Händlern in Griechenland und Portugal mit 1,41 Prozent. Der europäische Schnitt liegt bei einem Wert von 1,34 Prozent.

Nach der Studie des Nottinghamer Centre of Retail Research (CRR) im Auftrag des US-Sicherheitstechnologie-Herstellers Checkpoint Systems haben die befragten Handelsunternehmen in 24 europäischen Staaten von Juni 2003 bis Juni 2004 gemeinsam Waren im Wert von 30,783 Milliarden Euro verloren. Auf Diebstahl seitens der Kunden oder des Personals seien davon 84 Prozent oder knapp 26 Milliarden Euro zurückzuführen. Kleinere Anteile gehen auf das Konto der Zulieferer oder sind von internen Fehlern verursacht.

An der Befragung nahmen laut CRR 423 Handelsunternehmen mit 23.274 Geschäften teil, die mehr als 20 Prozent des europäischen Einzelhandels repräsentierten. Erstmals dabei waren Firmen aus den drei baltischen Staaten, Polen, Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn.(APA/dpa)

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