Sakajew: Geschehnisse in Beslan helfen Putin

8. September 2004, 18:36
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Sprecher tschetschenischer Rebellen warnt den Westen vor Zusammenarbeit mit Russlands Präsidenten

London - Der in London lebende Sprecher tschetschenischer Rebellen Achmed Sakajew hat das Blutbad von Beslan als einen "vermutlich absichtlichen Angriff" auf die gemäßigte Führung der Rebellenbewegung bezeichnet. In einem Interview mit der liberalen britischen Tageszeitung "The Independent" (Dienstag-Ausgabe) warnte er den Westen vor einer Zusammenarbeit mit Präsident Wladimir Putin. "Das heutige Regime in Russland ist eine Bedrohung für Europa und die ganze Welt", sagte Sakajew. Die westliche Unterstützung für Putin führe zum Terrorismus, sagte der frühere Schauspieler.

Nach seiner Einschätzung werde sich der russische Präsident "niemals" auf Verhandlungen über eine friedliche Beilegung des Tschetschenien-Konflikts einlassen, sagte Sakajew. Die Geschehnisse von Beslan würden es Putin letztendlich ermöglichen, seine unnachgiebige Politik und den damit einhergehenden Abbau bürgerlichen Freiheiten fortzusetzen. Putin "profitiere" am meisten. "Ich bin Anti-Putin, Anti-Bin Laden und Anti-Bush. Ich bin gegen alle, die die Menschheit bis an den Rand der Katastrophe treiben wollen", fügte Sakajew hinzu.(APA/dpa)

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