TV-Tipp: Die "schwarzen Witwen" von Tschetschenien

9. September 2004, 08:11
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Frauen zwischen Selbstmordattentaten und Geiselnahmen - im Weltjournal

Wien - Das "Weltjournal" am 8. September 2004 widmet sich u. a. den tschetschenischen "schwarzen Witwen" und geht der Frage nach, warum junge, gut ausgebildete Frauen plötzlich zu brutalen Mörderinnen werden.

Bei der Erstürmung des Dubrovka-Theaters in Moskau vor zwei Jahren gingen ihre Bilder das erste Mal um die Welt: junge, zum Teil schwangere Frauen, schwarz verschleiert und mit Bombengürteln am Körper. Seitdem treten sie bei Selbstmordattentaten und Geiselnahmen mit tschetschenischem Hintergrund immer wieder in Erscheinung - auch jetzt in Beslan. "Schwarze Witwen" nennt sie die russische Presse, denn sie haben Ehemänner, Brüder, Väter durch die brutalen Maßnahmen der russischen Sondereinheiten in Tschetschenien verloren, bevor sie sich islamistischen Untergrundgruppen anschlossen.

Das "Weltjournal" zeichnet die Lebensgeschichte von Sekilat und Raiana nach, zwei von 16 jungen Frauen, die beim Geiseldrama im Dubrovka-Theater eine führende Rolle spielten und beim Sturm getötet wurden. (red)

"Weltjournal"
08.09.2004
22.30 Uhr in ORF 2
  • Bild nicht mehr verfügbar
    Eine alte Frau hinter der Einschussstelle eines Attentates.
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