OÖ: Arbeitslos als Frauenlos

7. September 2004, 11:32
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Arbeitslosigkeit über dem Bundesdurchschnitt als quasi weibliches Phänomen

Linz - "Schönfärberei ist absolut nicht angebracht", zeigt sich SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Erich Haider empört und meint damit die steigenden Arbeitslosenzahlen insbesondere in Oberösterreich. Hier "ist die Arbeitslosigkeit gegenüber August 2003 neuerlich um 1,7 Prozent und damit stärker als im Bundesschnitt (+0,8 Prozent) gestiegen", sorgt sich Haider, der das Faktum, dass in Oberösterreich ausschließlich Frauen vom Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit betroffen sind, als "besonders dramatisch" beurteilt.

Über 15.000 Frauen in Oberösterreich

Ende August waren in Oberösterreich 22.118 Personen arbeitslos gemeldet. 6517 befanden sich in Schulungen, insgesamt sind also 28.635 OberösterreicherInnen ohne Job. Während österreichweit die Zahl beschäftigungsloser Frauen um 2,6 Prozent zunahm, sind in Oberösterreich mit 12.003 Frauen um 3,2 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im Bundesschnitt. Mit den 3358 Frauen in Schulung sind 15.361 Oberösterreicherinnen ohne Beschäftigung.

Jugend-Arbeitslosigkeit

Der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen im Alter von 15 bis 25 ist in Oberösterreich mit 22,9 Prozent wesentlich höher als im Bundesdurchschnitt (16,6 Prozent). 5054 Jugendliche sind arbeitslos gemeldet, 2206 in Schulung. Insgesamt sind 7260 oberösterreichische Jugendliche auf Jobsuche. (red)

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