Spam-Vorwürfe gegen australischen Ministerpräsidenten Howard

8. September 2004, 12:01
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Politische Aktion - Kein Gesetzesverstoß - Sohn kümmerte sich um die technische Umsetzung

Sydney- Der australische Ministerpräsident John Howard sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, eine politische Spam-Kampagne gestartet zu haben. Um die technische Umsetzung kümmerte sich die Firma seines Sohnes. Die australische Regierung hatte erst im April das Versenden von unverlangter Werbung im Internet verboten und unter Strafe gestellt, Ausnahmen wurden nur für politische Parteien sowie religiöse und Wohltätigkeitsorganisationen zugelassen.

Der Ministerpräsident habe zwar nicht gegen den Buchstaben des Gesetzes, wohl aber gegen dessen Geist verstoßen, erklärte die Techniksprecherin der oppositionellen Labour-Partei, Kate Lundy. Hier werde mit zweierlei Maß gemessen, wenn Howard aus politischen Gründen die Öffentlichkeit mit Spam behellige. "Er benutzt die Ressourcen anderer Leute und verstopft das Internet", erklärte auch Troy Rollo, der dem konservativen Regierungschef bei der Wahl am 9. Oktober den Parlamentssitz streitig machen will.

Spam

Spam bezeichnet im ursprünglichen Sinne exzessiv häufig wiederholte Artikel in den Newsgroups des Usenet, die substanziell gleich sind oder für dieselbe Dienstleistung werben. Der Begriff Spam wird aber mittlerweile auch für "UBE" (Unsolicited Bulk Email), also unverlangte Massen-E-Mails verwendet.

Der Begriff entstammt einem Sketch der englischen Comedyserie Monty Python's Flying Circus. In einem Restaurant besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten, die Spam (Dosenfleisch) enthalten. Ein Kunde fragt nach einem Gericht ohne Spam, woraufhin die Kellnerin immer wieder die Karte mit den Spam-Gerichten vorliest, ein Wikinger-Chor fällt mit einem Loblied auf Spam ein, bis das Spam-Gekreische jede Unterhaltung erstickt. (APA/AP)

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    Dem australische Ministerpräsident John Howard wird vorgeworfen, eine politische Spam-Kampagne gestartet zu haben

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