Warum 007 seine Beretta in eine Smith and Wesson eintauschte

7. September 2004, 11:33
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Solche Details sind nur aus der Korrespondenz von James-Bond-Autor Fleming zu erfahren, die jetzt versteigert werden

London - In Großbritannien kommen Briefe des James-Bond-Autors Ian Fleming unter den Hammer, die unter anderem verraten, warum der berühmte Agent Ihrer Majestät in den fünfziger Jahren seinen Beretta-Revolver in eine Smith and Wesson eintauschte. Die Beretta sei eine "Frauenpistole", zitiert der "Daily Telegraph" am Montag aus der Korrespondenz.

Das Auktionshaus Bloomsbury versteigert am 4. November den Briefwechsel des Erfolgsautors mit dem inzwischen verstorbenen Waffenexperten Geoffrey Boothroyd aus der Zeit zwischen 1956 und 1963. Boothroyd diente Fleming als lebendes Vorbild für den Erfinder "Q", auf dessen Einfallsreichtum James Bond stets vertraut. Die Versteigerung soll zwischen 15.000 und 20.000 Pfund einbringen.

Fleming sprach von Bond als lebenden Menschen

Die Briefe, die von Boothroyds Familie versteigert werden, offenbaren auch, dass Fleming von seinem Roman-Agenten immer als lebender Mensch sprach. So schrieb Boothroyd nach dem Erscheinen des ersten James-Bond-Thrillers "Casino Royale", dass die darin von Agent 007 verwendete Beretta Kaliber 25 "so unnütz wie eine Frauenpistole" sei. Er empfehle Fleming, Bond mit einer männlicheren und stärkeren Waffe wie der Smith and Wesson Kaliber 38 auszustatten. Derart gekränkt, erwiderte Fleming seinem Briefpartner, Bond habe ihm gegenüber stets zugegeben, dass die Beretta durchaus keine schlagkräftige Waffe sei und dass es ihm vielmehr auf sein Geschick im Umgang mit derselben ankomme. Dennoch war 007 in "Liebesgrüße aus Moskau" von 1957 mit einer Smith and Wesson im Einsatz. (APA)

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