Olympia: Peking 2008 will sparen

13. September 2004, 16:10
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Angesichts des Athener Defizits wollen die Chinesen auf Extravaganzen verzichten

Peking - Vier Jahre vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking haben die Organisatoren Sparmaßnahmen angekündigt. Die einst budgetierten Ausgaben sollen um rund 724 Millionen Dollar reduziert werden. In erster Linie geht es um die Senkung der mit mehr als drei Milliarden Dollar veranschlagten Kosten für die 18 neu zu errichtenden Stadien. Schon vor einem Monat wurde für das Nationalstadion, in dem 2008 die Eröffnungs- und Schlussfeier sowie die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden sollen, ein Baustopp verfügt.

Auf das geplante Stadiondesign wird ebenso verzichtet wie auf teure visuelle Effekte, extravagante Bildgestaltungen und das vorgesehene einziehbare Stadiondach. Außerdem wird es statt vier überdimensionaler TV-Schirme lediglich eine Leinwand geben. Zur finanziellen Entlastung der Stadt Peking soll zudem Hongkong an der Organisation der Spiele beteiligt werden.

Bereits eine Woche nach der Schlussfeier der stark defizitären Spiele in Athen hatte Pekings Bürgermeister Wang Qishan zur Sparsamkeit aufgerufen, nachdem sich zuvor IOC-Präsident Jacques Rogge über die immensen Kosten beunruhigt gezeigt hatte. Trotz der Sparmaßnahmen werden die Ausgaben rund 37 Milliarden Dollar betragen. Neben den neuen Stadien verschlingen vor allem dringend notwendige infrastrukturelle Maßnahmen einen Großteil des Budgets. (APA/SIZ)

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