AFP-Reporter im Irak misshandelt

14. September 2004, 11:22
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Nach 48 Stunden bewusstlos auf der Straße ausgesetzt

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP im Irak ist 48 Stunden lang festgehalten und mit Stockschlägen misshandelt worden. Ammar Daham war am Samstag auf Reportermission in Ramadi, einer sunnitischen Rebellenhochburg, um über Kämpfe zwischen Polizei und Aufständischen zu berichten. Dabei wurde er verschleppt.

Ein Unbekannter sagte in einem Anruf bei der Familie am Samstag, bei der Gruppe handle es sich um "Mujaheddin". Am Sonntag sagte die Gruppe in einem weiteren Anruf, sie habe den Journalisten irrtümlich entführt und ihn freigelassen. Die Gruppe brachte den bewusstlosen Reporter in das Industriegebiet von Ramadi zurück, in dem sie ihn verschleppt hatte. Auf sein Auto schrieben die Kidnapper "Er ist nicht schuldig" und stahlen sein Handy und seinen Fotoapparat. Passanten fanden Daham und brachten ihn in ein Krankenhaus. (APA)

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