Sausgruber relativiert Rücktritts-Drohung

15. September 2004, 14:28
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Vorarlberger Landeshauptmann: "Habe nicht gesagt, dass ich beim Verlust von einem oder zwei Mandaten zurücktrete"

Bregenz - Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) hat am Montag seine Rücktritts-Drohung vom Samstag relativiert. In einer Diskussion mit Johannes Rauch (Grüne) stellte Sausgruber im ORF Radio Vorarlberg seine Position klar. "Ich habe nicht gesagt, dass ich beim Verlust von einem oder zwei Mandaten (derzeit verfügt die ÖVP über 18 von 36 Landtags-Mandaten, Anm.) zurücktrete", betonte der Landeshauptmann. Am Samstag war kolportiert worden, Sausgruber nehme seinen Hut, sollte die ÖVP bei der Landtagswahl am 19. September Mandate verlieren.

"Wenn Mandate verloren gehen sollten und die Parteiengespräche ergeben, dass eine verantwortliche Politik für das Land von mir nicht mehr vertreten werden kann, dann stehe ich nicht mehr zur Verfügung", wiederholte Sausgruber. Eine diesbezügliche Gefahr sehe er vor allem "bei der Ordnung der Finanzen". Seine Aussage sei klar, "und ich meine, dass es korrekt ist, wenn ich es den Wählern so sage." Als Drohung sei seine Position nicht zu verstehen. Er empfinde es als "Akt der Ehrlichkeit", dem Wähler zu sagen, unter welchen Bedingungen er zur Verfügung stehe und unter welchen allenfalls nicht.

Bereits am 15. August hatte Sausgruber in einem Interview mit der APA erklärt, nicht unter allen Umständen weiter als Landeshauptmann zur Verfügung zu stehen und die Ordnung der Finanzen als ein entscheidendes Kriterium angeführt. (APA)

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