Sallmutter fühlt sich bestätigt

16. September 2004, 12:50
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GPA-Chef: Kandlhofer und Rauch-Kallat waren über rechtswidrige Vorgänge voll informiert

Wien - GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter (S) sieht durch die Vorwürfe des Rechnungshofes im Zusammenhang mit der Chipkarten-Gesellschaft die Kritik der Arbeitnehmervertreter voll bestätigt. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Chipkartengesellschaft hatten im Jänner aus Protest gegen freihändige Auftragsvergaben in Millionenhöhe ihr Mandat zurückgelegt. Hauptverbandssprecher Josef Kandlhofer und Ministerin Maria Rauch-Kallat (V) seien voll über die rechtswidrigen Vorgänge in der ChipBE informiert wesen, kritisiert der frühere Hauptverbands-Präsident in einer Aussendung.

Dass selbst nach dem Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates, also auch der Arbeitgebervertreter, Geschäftsführerin Ursula Weismann weiter im Amt verblieb, bezeichnet Sallmutter als Skandal. Die ÖVP/FPÖ-Riege im Hauptverband bringe die Sozialversicherung zunehmend in Misskredit. Leidtragende seien in erster Linie die Versicherten, weil dieser Skandal die Position der Sozialversicherung in der aktuellen gesundheitspolitischen Auseinandersetzung schwäche. (APA)

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