Der 67igste: Neuer Festnetz-Anbieter Ost-Österreich gestartet

14. September 2004, 12:55
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Telefonie als "Abfallprodukt" des Kerngeschäftes von IT-Technology - Derzeit 67 Sprachtelefonie-Konzessionen vergeben

Der Wiener Hard- und Softwareanbieter IT-Technology steigt in Wien und Niederösterreich ins Telefonie-Geschäft ein. Ab Oktober will Geschäftsführer Werner Frinder Festnetztelefonie unter dem Namen "talk2U" mit und ohne Betreiber-Vorauswahl (Carrier Preselection oder Call by Call) anbieten. Ab Anfang 2005 soll dann Internet-Telefonie (Voice over IP, VoIP) folgen. IT-Technology will dabei nicht großflächig mit den Branchengrößen konkurrieren, sondern ohnehin vorhandene Technologie als Mehrwert nutzen.

Telefonie als "Abfallprodukt" des Kerngeschäftes

"Wir sind Techniker, die die Telefonie sozusagen als 'Abfallprodukt' mit verwenden, dabei wollen wir aber sehr schlank bleiben", betonte Frinder am Montag auf APA-Anfrage. So habe man die Kundenabrechnung nicht teuer zu gekauft, sondern selbst entwickelt. IT-Technology hat nach eigenen Angaben 17 Mitarbeiter und setzte 2003 rund 1,2 Mio. Euro um.

Derzeit 67 Sprachtelefonie-Konzessionen

Derzeit gibt es in Österreich 67 Sprachtelefonie-Konzessionen, Marktführer ist die Telekom Austria (TA), gefolgt von Tele2 und UTA. Alle Anbieter leiden unter der Verdrängung des Festnetzes durch den Mobilfunk sowie den geringen Gesprächsgebühren. Momentan arbeitet die TA an der nächsten Festnetzgeneration (Next Generation Network, NGN) auf Basis des Internet-Protokolls 6 (IP6), will für die umfangreichen Investitionen aber ein Entgegenkommen der Politik - sprich weniger strenge bis gar keine Regulierung des Marktes, wogegen sich die Mitbewerber heftig wehren. (APA)

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