Roddick weiter souverän

8. September 2004, 19:14
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Hewitt ebenfalls in drei Sätzen im Achtelfinale - Viertelfinal-Duell bei den Damen zwischen Serena Williams und Capriati

New York - Titelverteidiger und Turnier-Co-Favorit Andy Roddick bot auch in seinem dritten Match bei den diesjährigen US Open eine überzeugende Vorstellung. Nach dem 6:1,6:3,6:3 über Guillermo Canas am Sonntag hat er insgesamt erst 18 Games abgegeben. 21 Asse und eine ausgezeichnete Vorhand machten dem US-Amerikaner den Erfolg leicht. Dafür, dass es bei ihm bisher so besonders gut gelaufen ist, hat er keine spezielle Erklärung. "Ich mache nichts anders als sonst. Vielleicht ist es der Hype der Open und wieder hier zu sein. Eine magische Erklärung habe ich jedenfalls nicht dafür."

der Hype der Open

Roddick hält als einziger Gastgeber neben Andre Agassi die Fahnen hoch, denn alle anderen US-Amerikaner hatten sich noch vor den drei Österreichern Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Alexander Peya aus dem Turnier verabschiedet. "Ja, ich bin enttäuscht für sie. Aber mehr kann ich aus der Sicht eines Freundes dazu nicht sagen", war Roddick gegenüber seinen Landsleuten vorsichtig.

Mit dem Australier Lleyton Hewitt zog am Sonntag ein weiterer Mitfavorit sicher ins Achtelfinale ein. Der US Open-Sieger von 2001, bisher im Turnierverlauf noch ohne Satzverlust, machte mit dem Spanier Feliciano Lopez kurzen Prozess und siegte in nur einer Stunde und 31 Minuten ebenfalls klar mit 6:1,6:4,6:2. In der Runde der letzten 16 trifft Hewitt mit Tommy Robredo auf einen weiteren Spanier. Im Lager der Deutschen kam nach Nicolas Kiefer auch Tommy Haas nach einem souveränen 6:2,6:3,7:5-Erfolg über den Brasilianer Ricardo Mello ins Achtelfinale. Dort trifft er auf den Tschechen Tomas Berdych, Fünfsatz-Sieger über Michail Juschnij (RUS).

Ein Klassiker bei den Damen

Bei den Damen setzte Serena Williams ihren Siegeszug fort. Mit einem 6:4,6:2 über Patty Schnyder (SUI-15) zog die US-Amerikanerin nach 58 Minuten Arbeit als Erste ins Viertelfinale ein. In diesem kommt es nun zum Schlager mit Landsfrau Jennifer Capriati, die sich ihrerseits gegen Ai Sugiyama ebenfalls in zwei Sätzen mit 7:5,6:2 durchsetzte. "Ich habe gegen Jennifer in diesem Jahr schon verloren, also werde ich mich gut vorbereiten. Ich spiele gerne gegen sie, denn sie holt das Beste aus mir heraus." Serena hat in Rom und bei den French Open gegen Capriati verloren, in Wimbledon aber einen glatten 6:1,6:1-Erfolg gefeiert. Im Head-to-Head führt sie 10:6.

Angefeuert wurde Serena beim 6:4,6:2-Erfolg über Patty Schnyder auch von Naomi Campbell. Das Topmodell ist eine gute Freundin der beiden Williams-Sisters, wie Serena bestätigte. Angeblich war Campbell vom Outfit der Nummer drei des Turniers ganz angetan. "Es hat ihr sehr gefallen. Sie war auch noch nie bei einem Tennismatch und gestern hat sie Venus zugesehen, heute mir."

Maursemo hofft auf ersten Grand Slam-Titel

Ebenfalls im Viertelfinale steht Jelena Dementjewa, die Nummer sechs aus Russland, nach einem 1:6,4:6,6:3-Erfolg über ihre Landsfrau Wera Zwonarewa. Sie trifft nun auf die Nummer zwei des Turniers, die Französin Amelie Mauresmo, die Francesca Schiavone (ITA) mit 6:4 und 6:2 aus dem Turnier warf. Mauresmo ist damit immer noch im Rennen um den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. (APA)

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