Vorliebe für Alltagsfrauen und Opfer

6. September 2004, 13:01
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Screening Gender: Expertinnen und Frauen ab 50 kommen im TV kaum vor

Im Rahmen des europäischen Projekts "Screening Gender" wurde anhand akribischer Programmanalyse zwischen 1997 und 2000 ermittelt, wie oft Frauen im Hauptabendprogramm vorkommen. Und in welchen Rollen. Stereotypinnen sind noch immer keine Seltenheit.

Rollen-Verteilung

So gibt es im Kinder- und Jugendprogramm einen vergleichsweise gewaltigen Frauenanteil von 44 Prozent, geht es um Sport, sind es nur mehr 12. Im Nachrichtenbereich sieht es dezent besser aus, sind doch 21 Prozent der Korrespondent/innen und 28 Prozent der Reporter/innen weiblich - allerdings sind auch nur 28 Prozent der Interviewpartner/innen Frauen. Außerhalb der Nachrichtenformate kommt der Anteil der Expertinnen im TV auf 17 Prozent. Die erwerbslose Frau ist zu 47 Prozent vertreten, die Frau als Opfer zu 37.

Als Nachrichtensprecherinnen sind Frauen oft gesehen: 54 Prozent sind weiblich. Im Alter hat "sie" aber nichts mehr auf der Bildfläsche zu suchen: Die Frau ab 50 kommt so gut wie gar nicht vor. (red)

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