Patscherte Bankräuber in Wien-Favoriten aktiv

5. September 2004, 21:47
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Plastiksackerl zum Abtransport der Beute hatte Loch - Nur die Flucht klappte

Wien - Weil in Anlehnung an eine Textzeile eines bekannten Liedes einer allein oft nicht genügend Ungeschick aufbringen kann, wurde die Filiale der Erste-Bank in der Quellenstraße 173 in Wien-Favoriten am Freitagvormittag von einem Duo überfallen. Um dem Spruch gerecht zu werden, brachten sie laut Polizei ein Plastiksackerl zum Abtransport des Geldes mit, das ein Loch hatte. Die Folge: Die ohnehin nicht gerade hohe Beute rutschte durch und fiel auf den Boden.

Die beiden Täter sammelten das Geld auf und flüchteten. Als sie aus dem Geldinstitut stürmten, verloren sie erst einen Teil der Beute. Immerhin gelang die Flucht - vorläufig.

Pannen

Der Überfall ereignete sich laut Exekutive vor 11.30 Uhr. Einer der beiden bedrohte eine 39-jährige Kassierin und forderte äußerst lautstark Geld. Dadurch wurden auch die anderen Angestellten auf die Tat aufmerksam. Der Komplize stand unterdessen in der Glasschiebetür und verhinderte, dass diese zuging. Gleichzeitig bedrohte er einen Kunden mit einer schwarzen Faustfeuerwaffe. Der Rest ist bekannt, den entscheidenden Teil des Bankraubs brachten die beiden nur mit Pannen über die Bühne.

Von den beiden Tätern existieren relativ gute Fotos aus der Alarmkamera. Einer der beiden wurde als 1,70 bis 1,75 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt und schlank beschrieben. Bekleidet war er unter anderem mit einem dunklen T-Shirt und einer dunkler Hose. Außerdem trug er eine gelbe Schirmkappe mit schwarzem Schirm und eine dunkle Sonnenbrille. Sein Komplize war ebenfalls 1,70 bis 1,75 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt und schlank.Er trug unter anderem eine dunkle Jacke, eine graue oder hellblaue Hose und weiße Schuhe, außerdem eine gräuliche Schirmkappe mit weißem Emblem auf der Vorderseite sowie eine dunkle Sonnenbrille. (APA)

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