Preise für Filmkunst 2003 abseits der Diagonale vergeben

10. September 2004, 12:06
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Wien - Der Film- und Videokünstler Manfred Neuwirth erhält den mit 14.600 Euro dotierten Würdigungspreis für Filmkunst 2003. Die Förderungspreise (je 7.300 Euro) gehen an die Filmemacherin Ruth Mader und Norbert Pfaffenbichler, teilt das Kunststaatssekretariat in einer Aussendung mit. Die Verleihung findet am 13. September in Wien statt, zusammen mit der Verleihung der Thomas Pluch Drehuchpreise 2004.

Die Laudationes halten die neue Diagonale-Intendantin Birgit Flos (für Ruth Mader) und die Filmmacher Siegfried A. Fruhauf (für Norbert Pfaffenbichler) und Ralph Wieser (für Manfred Neuwirth).

Schaffen

Manfred Neuwirth, geboren 1954, ist Regisseur, Produzent, Kameramann und Medienkünstler in den Bereichen Film, Video, Sound und Installation, Gründungsmitglied der Medienwerkstatt Wien und Geschäftsführer der loop media. Zu seinen mehrfach prämierten Arbeiten zählen "Asuma" (1982), "Erinnerungen an ein verlorenes Land" (1988), "Werkstattgespräche" (1988), "Vom Leben Lieben Sterben - Erfahrungen mit Aids" (mit Walter Hiller/1992 - 93), "balkan-syndrom" (2000), "Bilder der flüchtigen Welt (2003)", "Bilder, die das Herz schneller schlagen lassen" (2003), "Private News" (2003) und die Trilogie "Tibetische Erinnerungen" (1988-95), "manga train" (1998), "magic hour" (1999).

Ruth Mader, geboren 1974 in Wien, ist Absolventin der Filmakademie Wien und zählt zusammen mit Barbara Albert und Jessica Hausner zu den international erfolgreichsten österreichischen Filmemacherinnen der jüngeren Generation. Sie war bereits zwei Mal zu den Filmfestspielen von Cannes geladen, 2001 mit dem Kurzfilm "Null Defizit" in der Reihe "Cinefondation" und 2003 mit dem Spielfilm "Struggle" in der Reihe "Un Certain Regard".

Norbert Pfaffenbichler, 1967 in Steyr geboren, studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seine "Notes on Film 01 Else" liefen 2002 in der innovativen Leiste "Nuovi Territori - New Territorries" auf dem Filmfestival von Venedig.

Nicht mehr im Rahmen der Diagonale

In den vergangenen Jahren waren die Filmauszeichnungen des Bundes stets im Rahmen des Filmfestivals Diagonale vergeben worden. Heuer war dies nicht der Fall - und so soll es auch in Zukunft bleiben. Es sei die Entscheidung getroffen worden, die Verleihung des Förderungs- und des Würdigungspreises für Filmkunst "auf eigene Beine zu stellen", um den Auszeichnungen "größere Aufmerksamkeit" als bisher zu geben, hatte die Sprecherin von Kunststaatssekretär Franz Morak (V), Katharina Stourzh, bereits im Frühjahr angekündigt. (APA)

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