Europäischer Großkampftag mit 21 Spielen

4. September 2004, 21:07
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Europameister muss in Albanien ran - Portugal in Lettland - Frankreich gegen Israel - Italien empfängt Norwegen - Nordirisches Heimspiel gegen Polen - Kroatien vs. Ungarn

Wien - Am kommenden Samstag geht der erste Großkampftag in der europäischen Fußball-WM-Qualifikation über die Bühne. Auf dem Programm stehen gleich 21 Partien in acht Gruppen:

GRUPPE 1: In den Partien Finnland - Andorra und Rumänien - Mazedonien (Schiedsrichter Konrad Plautz/AUT) liegt die Favoritenrolle klar bei den Heimmannschaften. Der Auftakt erfolgte in dieser Gruppe bereits im August, Mazedonien (3:0 gegen Armenien) und Rumänien (2:1 gegen Finnland) waren die ersten Sieger. Die Top-Teams in diesem Pool, Niederlande und Tschechien (mit dem Austrianer Stepan Vachousek), treffen erst am Mittwoch im direkten Duell in Amsterdam aufeinander.

GRUPPE 2: Im ersten Pflichtspiel seit dem EM-Triumph bekommt es Griechenland auswärts mit Albanien zu tun. "Das wird eine ganz schwere Nummer", warnte Otto Rehhagel vor den Hausherren, die daheim unter Hans-Peter Briegel noch ungeschlagen sind. Rehhagel und Briegel kennen einander aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Kaiserslautern, ehe ein öffentlich geführter Kompetenz-Streit die Wege der beiden trennte. In den weiteren Gruppen-Spielen empfängt EM-Viertelfinalist Dänemark die Ukraine und die Türkei hat gegen Georgien Heimvorteil.

GRUPPE 3: In Riga steigt bei Lettland - Portugal das einzige Samstag-Duell zwischen zwei EM-Startern. Russland empfängt die Slowakei mit dem Austrianer Vladimir Janocko, weiters treffen Estland und Luxemburg in Tallinn aufeinander. Auch in dieser Gruppe wurde bereits gespielt, die ersten Punkte fuhren die Slowakei (3:1 gegen Luxemburg) und Estland (2:1 gegen Liechtenstein) ein.

GRUPPE 4: Für Frankreich beginnt mit dem Heimspiel gegen Israel eine neue Ära. Nach den Team-Rücktritten von Leistungsträgern wie Zidane, Thuram, Desailly und Lizarazu muss Neo-Teamchef Raymond Domenech an einer neuen Mannschaft basteln. Zudem fehlen u.a. Barthez sowie Trezeguet wegen Verletzungen. "Eine neue Generation kommt und eine neue Elf muss aufgebaut werden", meinte Thierry Henry, einer der verbliebenen Stars. Die weiteren Paarungen heißen Irland (der Einsatz von Rückkehrer Roy Keane ist sehr fraglich) - Zypern und Schweiz - Färöer.

GRUPPE 5: Die Italiener wollen in Palermo gegen Norwegen (Austria-Goalgetter Sigurd Rushfeldt dürfte nur Ersatz sein) den ersten Schritt zur Rehabilitierung für ihren enttäuschenden EM-Auftritt machen. Marcello Lippi, der Giovanni Trapattoni nachfolgte, erlebte jedoch im ersten Spiel seiner Amtszeit eine 0:2-Schlappe gegen Island - noch dazu hat die Meisterschaft in der Serie A bisher nicht begonnen. Die Slowenen sind vor eigenem Publikum gegen Moldawien auf drei Punkte eingestellt.

GRUPPE 6: In der Österreich-Gruppe streben die wiedererstarkten Nordiren im Heimspiel gegen Polen eine Fortsetzung ihrer Erfolgsserie (sechs Spiele ohne Niederlage) unter dem neuen Teamchef Lawrie Sanchez an. Bei den Osteuropäern hingegen herrscht vor dem Auftaktspiel angesichts der 1:5-Heimschlappe im August gegen Dänemark Alarmstimmung. Österreichs Mittwoch-Gegner Aserbaidschan eröffnet seine WM-Kampagne mit dem Heimspiel gegen Wales.

GRUPPE 7: Belgien (mit dem Austrianer Didier Dheedene, der sich im Training am Knöchel verletzte) hat vor eigenem Publikum gegen Litauen ebenso drei Punkte im Visier wie Serbien-Montenegro im Auswärtsmatch gegen San Marino. Erst am Mittwoch sind Almir Tolja (SW Bregenz) und Sasa Papac (Austria) mit Bosnien-Herzegowina in Spanien im Einsatz.

GRUPPE 8: EM-Viertelfinalist Schweden steht zum Auftakt auf Malta vor einer lösbaren Aufgabe. In seinem Pflichtspiel-Debüt als kroatischer Teamchef setzt Ex-Rapidler Zlatko Kranjcar in Zagreb gegen Ungarn auch auf die Österreich-Legionäre Joey Didulica (Austria) und Mario Tokic (GAK). Hristo Stojtschkow kommt auf Island zu seinem ersten Auftritt als bulgarischer Teamchef. (APA/Reuters/SIZ/AFP/dpa)

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