Mittelmeerurlauber sollten streunende Tiere meiden

5. September 2004, 22:22
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Gefahr einer Pilzinfektion

Jena - Wer im Urlaub am Mittelmeer streunende Kätzchen oder Hunde streichelt, kann sich leicht eine Pilzinfektion einfangen. Viele der Tiere sind mit einem Pilzerreger infiziert, der beim Kontakt mit der menschlichen Haut übertragen wird und juckende Ausschläge verursacht. Derzeit nimmt die Zahl solcher eingeschleppter Infektionen etwa in Deutschland stetig zu, die der Direktor der Jenaer Universitätshautklinik, Peter Elsner, berichtet.

Prekär werde die Situation, wenn die Tiere aus dem Urlaub als Andenken mit nach Hause genommen würden. Bereits ganze Familien seien mit Ekzemen in die Klinik gekommen, die durch den Pilz "Microsporum canis" hervorgerufen worden seien, warnt die Expertin für Pilzinfektionen, Christina Hipler.

Besonders in Griechenland und Nordafrika sei große Vorsicht geboten. Vor allem Kinder sollten den Kontakt mit streunenden Tieren meiden. Oft seien die in Nordeuropa eher seltenen Erreger selbst heimischen Fachärzten wenig bekannt. Dadurch könne bis zum Beginn einer wirksamen Therapie viel Zeit vergehen.(APA/AP)

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