Gepäck auf Reisen

24. März 2005, 11:51
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Drei schlechte Inlandsnachrichten dieser Woche:

1.) Die Wiener Universität ist nur noch die 86-klügste der Welt.
2.) Nur noch 112 Tage bis Weihnachten.
3.) Die AUA verliert jeden 50. Koffer. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Österreicher ihr Gepäck aufgeben, wenn sie es wegschicken.

Zum Glück war die Reisetasche, die Leserin Ida W. der AUA in Rom mit auf den Weg gab, eine von 49. Sie kam tatsächlich in Wien an. Allerdings rollte sie auf dem Förderband einem farbenblinden schwedischen Geschäftsreisenden in die Hände. Der hielt das braune Gepäck für sein eigenes schwarzes und schickte es nach Stockholm. Beim Öffnen daheim sah er angesichts der Damenwäsche seinen Irrtum ein. Telefonisch versprach er Ida W., ihre Tasche sofort nach Wien zu senden. Dass diese drei Wochen später in Göteborg auftauchte, zeigt, wie wenig wir in Skandinavier hineinblicken können. Jedenfalls wurde die Tasche der Besitzerin neuerlich in Aussicht gestellt. Doch sie kam nur bis Frankfurt, dort fingen sie Terroreinheiten ab, denn der "verdächtige Inhalt" roch mindestens nach Schwefelsäure.

Beim nächsten Mal wird Ida W. ihren italienischen Ziegenhartkäse im Handgepäck unterbringen. (DER STANDARD, Printausgabe vom 3.9.2004)

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