Namen: ÖVP-Akademie sucht Chef

3. September 2004, 16:53
posten

Favoriten: EU-AbgeordneterOthmar Karas und Exminister Werner Fasslabend

Es ist ein prestigeträchtiger Posten, dementsprechend wird er begehrt: der Präsident der ÖVP-Denkwerkstatt Politische Akademie. Der bisherige Präsident, Exminister Heinrich Neisser, wird nicht wiedergewählt - offiziell aus Altersgründen, inoffiziell, weil er sich mit schüsselkritischen Aussagen wenig Freunde in der aktuellen Führungsspitze gemacht hat.

Spätestens beim nächsten ÖVP-Parteivorstand am 22. September soll nachbesetzt werden. Interesse am Amt haben zwei Niederösterreicher: EU-Abgeordneter Othmar Karas und Exminister Werner Fasslabend.

Letzterer fällt als repräsentationsfreudiger Expolitiker gut ins Besetzungsschema; dass seine Frau Martina als Präsidentin der "Möwe"-Kinderschutzzentren bekannt und beliebt ist, gilt als weiterer Vorteil.

Im Kurier wurde vor wenigen Tagen auch der Presse-Chefredakteur Andreas Unterberger als möglicher Nachfolger von Neisser genannt.

Hintergrund: Unterberger dürfte vor seiner Ablöse als Chefredakteur der Presse stehen. Vom STANDARD dazu befragt, dementiert Unterberger jedoch jegliche Ambitionen auf den Posten des Präsidenten der Politischen Akademie: "Ich habe weder Gespräche geführt, noch kenne ich diesen Job. Außerdem habe ich jetzt keine Lust, mich mit diesem Thema zu beschäftigen." (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.9.2004)

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