Iranischer Reporter soll vermitteln

3. September 2004, 12:30
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"Ich warte auf weitere Anweisungen", so Abdallah Isa vom iranischen Fernsehsender Al Alam

Moskau - Der russische Inlandsgeheimdienst hat einen für das iranische Fernsehen in Moskau tätigen Journalisten nach dessen Angaben gebeten, bei der Geiselnahme in einer Schule in Beslan in Nord-Ossetien zu vermitteln. "Sie haben mir gesagt, dass ich es tun soll", sagte Abdallah Isa vom iranischen Fernsehsender Al Alam am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Natürlich werde ich es tun. Ich warte nur auf weitere Anweisungen."

Warum der Geheimdienst Isa für die Aufgabe ausgewählt hatte, war zunächst nicht klar. Bei den Geiselnehmern handelt es sich um mutmaßliche tschetschenische Rebellen. Am Mittwoch hatten sie einen örtlichen Moslem-Anführer als Vermittler abgelehnt. Die Geiselnehmer haben nach Regierungsangaben Mittwoch Früh etwa 350 Menschen, darunter viele Kinder, in dem Ort in der russischen Teilrepublik Nord-Ossetien in ihre Gewalt gebracht. Sie drohen mit der Ermordung von Kindern, falls ihre Forderungen nach einem Abzug der russischen Armee aus Tschetschenien und der Freilassung tschetschenischer Rebellen nicht erfüllt werden. (APA/Reuters)

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