Reste von Saurierfossilien auf Spitzbergen gefunden

8. September 2004, 12:43
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Die Tiere lebten vor 160 Millionen Jahren

Oslo - Norwegische Wissenschaftler haben auf einer abgelegenen arktischen Insel die Fossilien zweier riesiger Meeressaurier entdeckt. Die gut erhaltenen Skelettstücke eines Ichthyosaurus und eines Plesiosaurus wurden auf Spitzbergen beziehungsweise Svalbard nördlich des Polarkreises geborgen und von dort ins Geologische Museum von Oslo gebracht, wie der Forscher Hans Arne Nakrem am Donnerstag mitteilte. Er sprach von einer äußerst ungewöhnlichen Entdeckung in Norwegen.

Bemerkenswert sei vor allem, dass erstmals der Schädel eines Ichthyosaurus gefunden worden sei, meinte Nakrem. Dieser Fischsaurier konnte fünf Meter lang werden konnte. Im vorliegenden Fall schien es sich den Forschern zufolge um ein vier Meter langes Exemplar zu handeln. Daneben wurde ein etwa zehn Meter langer Plesiosaurus gefunden - ein Reptil mit langem Hals, scharfen Zähnen und plumpem Körper, das bis zu 15 Meter Länge erreichen konnte und sich an ein Leben im Meer angepasst hatte.

"Tötungsmaschine"

"Er sieht aus, wie man sich 'Nessie' aus dem schottischen Loch Ness vorstellt", sagte Teamleiter Jörn Hurum über den Plesiosaurus. Er bezeichnete diesen Raubsaurier als "Tötungsmaschine an der Spitze der Nahrungskette des Meeres". Einer früheren Meldung der Nachrichtenagentur NTB zufolge, lebten die Tiere vor rund 160 Millionen Jahren. (APA/AP)

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