Väterkarenz als Stammtischthema

8. September 2004, 13:24
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Bierproduzent wirbt mit Bierdeckel für Biermarke und Väterkarenz-Informationsplattform im Internet

Die Brau Union Österreich AG will unter Biertrinkern Bewusstsein für die Väterkarenz schaffen. Sie beteiligt sich an einem diesbezüglichen Pilotprojekt der steirischen Familienlandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V) mit einer Bierdeckelaktion: Während auf der einen Deckelseite eine Biermarke beworben wird, verweist die andere Seite auf die Informationsplattform im Internet unter vaeterkarenz.steiermark.at.

Zum Nachdenken bewegen

Ziel der Aktion sei es, die steirischen Männer zum Nachdenken zu bewegen und mit alten Vorurteilen aufzuräumen, erläuterte Misa Strobl, Leiter des "Väterkarenz"-Projektes der Familienlandesrätin. "Starke Männer und coole Typen bleiben zu Hause und trinken alkoholfreies Bier", so der Unternehmensberater und selbst ehemalige Karenzvater. Mithilfe der Bierdeckel wolle man einen Imagewandel der steirischen Männerwelt erreichen, es solle sich ein neues Bewusstsein unter den steirischen Männern bilden. Die Untersetzer werden in den von der Brauunion belieferten steirischen Gastronomiebetrieben aufliegen.

Informationen am Stammtisch

"Männer erhalten die Information über die Väterkarenz direkt am Biertisch, können diese mit nach Hause nehmen und sich über das Internet informieren", so der Verkaufsdirektor der Brau Union Österreich AG, Karl Detschmann. Landesrätin Edlinger-Ploder verwies im Rahmen des Pressegesprächs auch auf Frauen in den Wirtshäusern, die ebenso motiviert werden sollen, das Thema aufgreifen und zur Sprache zu bringen.

Die Steiermark sei das erste Bundesland Österreichs, das ein umfassendes Projekt zur Förderung der Väterkarenz eingeführt hat, so Strobl. Im Rahmen des Projektes wurde u.a. eine Informationsseite im Internet erstellt, es gab eine Diskussionsveranstaltung mit Wirtschaftstreibenden. Weiters wurde ein Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbes "Taten statt Worte" eingeführt. Aus anderen Bundesländern, wie aus Kärnten oder aus Vorarlberg, seien bereits diesbezügliche Anfragen eingegangen.(APA)

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